Jahresbericht 2011


Nach den schwierigen Entscheidungen des Jahres 2010 standen wir vor der Aufgabe, den Zentren in Sarajevo und Travnik etwas Leben einzuhauchen.

So ging es 2011 weiter

An Jahresanfang standen Spendengelder zur Verfügung, die für einen dreimonatigen Betrieb des Zentrums in Sarajevo genügten. Von Anfang Februar bis Ende April wurde der Lehrbetrieb in gewohnter Form angeboten. Wie immer waren die Näh- und Computerkurse am meisten begehrt. Die Sprachkurse waren auch gut besucht. Die Juristin hat die juristische Beratung; die immer noch sehr gefragt ist, wahrgenommen. Die medizinische Betreuung in Sarajevo funktioniert inzwischen so gut, daß BISER dort die medizinische Betreuung nicht mehr anbieten muss.

Am 9. März 2011 hat The International Women’s Club of Frankfurt der Vorsitzenden von BISER, Dr. Vilborg Ísleifsdóttir Bickel, den Elisabeth Norgall-Preis,der mit 6.000,00 € dotiert idt, in einem Festakt im Hotel Intercontinental Frankfurt verliehen. Für dieses Geld konnte das Zentrum in Travnik vom 01.04. bis 31.05. betrieben werden, was für die dort ansässigen Frauen sehr wichtig war, da in diesem Bezirk BISER als einzige Institution Erwachsenenbildung für Frauen anbietet.

Im September fingen die Kurse in Sarajevo an, die mit Spendengeld finanziert wurden. Sie dauerten in gewohnter Intensität bis Ende Dezember.

Es wurde ein Kontakt zu dem Büro der UN Women in Sarajevo geknüpft. Es ist wichtig, die Kräfte zu bündeln und Geldquellen im Lande selbst zu erschließen.

So sieht es jetzt wieder aus

Tuzla ist unser Sorgenkind. Im Winter konnte nicht ausreichend geheizt werden, so dass es zu einem Frostschaden kam. Aber mit den privaten Spenden ist es gelungen, den Schaden zu beheben.

So sah es vorher aus

Der Nähraum für 2012

Der Computerraum für 2012

Neue Hürden Für 2012 hat das Auswärtige Amt ausreichende Mittel für den Betrieb aller drei Zentren zur Verfügung gestellt. Allerdings haben sich die bürokratischen Hürden etwas erhöht: Das Geld muss in Portionen abgerufen werden, die innerhalb von 6 Wochen sicher ausgegeben werden. Das ist nicht so einfach, wenn davon z.B. Reparaturen an Geräten zu bezahlen sind. Man weiß ja nicht, wann diese anfallen. Anlässlich einiger Festivitäten kamen auch wieder Spenden zusammen, die für Dinge ausgegeben werden können, die nicht vom Außenministerium finanziert werden. Auch die isländische Regierung unterstützt uns mit Mitteln für neue Computer und Nähmaschinen.